Die häufigste Frage vor einer PV-Anlage: „Wie viele Module passen auf mein Dach?" Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab – und die richtige Planung spart später viel Geld.
Standard-Modulgrößen 2025
Moderne Solarmodule haben eine Leistung von 380–450 Wp und eine Fläche von ca. 1,75 m × 1,10 m = 1,93 m².
Für die Planung gilt als Faustregel: 1 Modul ≈ 0,42 kWp auf ca. 2 m² Dachfläche.
Die Formel
Nutzbare Dachfläche (m²) ÷ 2,2 = maximale Modulanzahl
Modulanzahl × 0,42 kWp = Anlagenleistung in kWp
Beispiel: 40 m² Süddach → 18 Module → ~7,5 kWp
Welche Fläche ist wirklich nutzbar?
Nicht die gesamte Dachfläche ist verwendbar. Abzüge entstehen durch:
- Dachfenster und Gauben (vollständig freihalten)
- Schornsteine (1,5 m Sicherheitsabstand)
- Dachkanten (50 cm Rand)
- Übergänge und Firstbereiche
- Verschattung durch Bäume, Nachbarhäuser
In der Praxis sind oft nur 60–75% der Gesamtdachfläche nutzbar.
Ausrichtung und Neigung
| Ausrichtung | Ertragsfaktor | |---|---| | Süd (optimal) | 100% | | Süd-West / Süd-Ost | 95% | | West / Ost | 85% | | Nord | 60% |
Die ideale Dachneigung liegt bei 30–40°. Flachdächer können mit Aufständerung optimiert werden.
Ost-West-Installation: Unterschätzte Alternative
Eine Ost-West-Belegung hat zwar ~15% weniger Jahresertrag als eine reine Südanlage, bietet aber Vorteile:
- Mehr Eigenverbrauch: Strom wird morgens und abends produziert (statt nur mittags)
- Doppelte Fläche nutzbar: Beide Dachseiten werden genutzt
- Oft mehr kWp gesamt: Größere Gesamtanlage möglich
Für viele Häuser ist Ost-West die wirtschaftlichere Variante.
Planung mit unserem Rechner
Unser Solar-Simulator berechnet automatisch:
- Empfohlene Modulanzahl für Ihren Verbrauch
- Benötigte Dachfläche
- Jahresertrag
Fazit: Ein guter Installateur vermisst Ihr Dach per Satellit oder Drohne und erstellt einen maßgeschneiderten Plan. Nutzen Sie unseren kostenlosen Angebotsvergleich.