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Strommarkt

Stromkosten 2020–2030: Wohin geht die Reise?

Von 30 Cent auf möglicherweise 60 Cent pro kWh – die Strompreisentwicklung der nächsten Jahre. Was Hausbesitzer wissen müssen und wie sie sich schützen können.

✍️ Redaktion pv-angebot24.de📅 20. Januar 2025🕐 6 Min. Lesezeit

Wer sich fragt, ob der Kauf einer PV-Anlage sinnvoll ist, kommt an der Frage der künftigen Strompreisentwicklung nicht vorbei. Die Prognosen sind ernüchternd für alle, die auf günstige Netzstrompreise hoffen.

Rückblick: Strompreise 2015–2025

| Jahr | Preis (ct/kWh) | Jahreskosten bei 4.000 kWh | |---|---|---| | 2015 | 28,7 ct | 1.148 € | | 2018 | 29,4 ct | 1.176 € | | 2020 | 30,4 ct | 1.216 € | | 2022 | 40,1 ct | 1.604 € | | 2023 | 35,4 ct | 1.416 € | | 2025 | ~33,0 ct | ~1.320 € |

Der kurzfristige Rückgang 2023–2025 täuscht: Der Trend zeigt langfristig nach oben.

Die 5 wichtigsten Preistreiber bis 2030

1. Netzausbaukosten (+3–6 ct/kWh)

Deutschland muss seine Stromnetze massiv ausbauen, um Wind- und Solarstrom vom Norden in den Süden zu transportieren. Kosten: geschätzte 250 Mrd. Euro bis 2035 – Großteil über Netzentgelte auf Verbraucher umgelegt.

2. Kapazitätsmarkt / Reservekraftwerke (+1–3 ct/kWh)

Mit dem Ausstieg aus Atom und Kohle braucht Deutschland Reservekraftwerke (Gaskraftwerke), die nur selten laufen, aber trotzdem bezahlt werden müssen.

3. CO₂-Preis (+1–4 ct/kWh)

Der EU-Emissionshandel verteuert fossile Stromerzeugung. Bei 100 €/t CO₂ (2030 wahrscheinlich) steigen die Kosten für Gas- und Kohlestrom deutlich.

4. Gestiegene Nachfrage durch Elektrifizierung (+1–2 ct/kWh)

Millionen Wärmepumpen und E-Autos erhöhen den Strombedarf. Ohne entsprechenden Kapazitätsausbau steigen Preise in Spitzenzeiten.

5. Inflation und Lohnkosten (+1–2 ct/kWh)

Energieversorger haben steigende Betriebskosten, die sie an Kunden weitergeben.

Prognosen für 2030

Verschiedene Institute schätzen:

  • Optimistisch: 35–40 ct/kWh
  • Basis-Szenario: 40–50 ct/kWh
  • Pessimistisch: 50–65 ct/kWh

Bei 50 ct/kWh und 4.000 kWh Verbrauch: 2.000 €/Jahr – 50% mehr als heute.

PV als Preisabsicherung

Wer heute eine PV-Anlage kauft, sichert sich einen fixen Produktionskostensatz:

  • Heute: ~9–11 ct/kWh (auf 25 Jahre gerechnet)
  • Netzstrom 2030 (Prognose): 40–50 ct/kWh

Die Differenz: 30–40 ct pro selbst verbrauchter kWh – und diese Marge wächst mit steigenden Strompreisen.

Was tun?

  1. PV-Anlage so bald wie möglich: Jedes Jahr später bedeutet weniger Rendite in den ersten Jahren
  2. Batteriespeicher mitplanen: Bei steigenden Preisen lohnt sich Eigenverbrauch noch mehr
  3. Wärmepumpe + PV kombinieren: Heizungskosten halbieren
  4. E-Auto einplanen: Mit PV günstiger laden als mit Netzstrom

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